Bald gehts los!

Oktober 6th, 2011

Noch eine Woche, dann geht es los – vier Wochen Südafrika!

Zuerst werde ich zwei Wochen in Cape Town Englisch büffeln und habe hoffentlich immer noch mal etwas Zeit, um Land und Leute kennen zu lernen. Danach kommt die Reisegruppe und wir werden gemeinsam die Umgebung von Cape Town erkunden und zur Judo-WM der Junioren unsere Athleten anfeuern. In der letzten Woche gehts dann unter anderem auf Safari in den Tsitsikamma- und den Addo Elephant-Nationalpark. Ich bin gespannt!

Die letzten Tage werden nun voller Vorbereitung sein. Die letzten Impfungen, für alle Fälle ist der Internationale Führerschein in Vorbereitung, der Reisepass ist korrekt, der Koffer steht bereit und die Erinnerungsliste wird immer länger.

Wie im vergangenen Jahr auf der Reise nach Japan und Thailand (www.wm-blog.bjv-judo.de) wird es nun hier auch in diesem Jahr wieder einen weblog geben mit einer hoffentlich interessanten und amüsanten Reiseleitung durch ein tolles Land.

Das große Abenteuer beginnt!

Oktober 15th, 2011

Nach den Nachrichten der letzten Tage befürchtete ich, dass die Zuganreise nach Berlin die Schwachstelle meiner Reise werden wird. Aber glücklicherweise weit gefehlt!
Pünktlich in Tegel, fast pünktlich in Frankfurt und auch das Boarding nach Johannesburg.

Der Frankfurter Flughafen erscheint zwar unübersichtlich und ist überwältigend groß. Wenn man aber weiß, zu welchem Gate man will, ist es dann wieder total einfach.

Die zwei Stunden Umsteigezeit in Frankfurt vergehen wie im Fluge Laufen, Laufen, Laufen, dann eine neue Kontrolle – und damit war ich genau zum Boarding am Gate.

Der Airbus ist im ersten Moment völlig unübersichtlich. Aber es gibt ein gutes Leitsystem. Es dauerte weit über eine halbe Stunde, bis alle eingestiegen waren.

Letztendlich sind wir mit einer halben Stunde Verspätung losgeflogen, es musste erst noch einem Passagier mit Kreislaufschwäche geholfen werden.

Der Komfort im Airbus ist schon auffallend. An jedem Platz ein eigener Touch Screen mit einem modernen Unterhaltungssystem. 18 Spielfilme, 40 Musikprogramme, 30 Radiokanäle. Da ist wirklich für jeden etwas dabei! Ich kann mein Programm ganz allein für mich zusammenstellen.

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Abflug war letztendlich erst um halb 12, danach gabs noch „Mittagessen“. Erst gegen 2 war das alles zu Ende. Allerhöchste Zeit, ein paar Stunden zu schlafen.

Gegen 6.00 Uhr erwacht der Tag. Ich hatte mich sehr auf den Sonnenaufgang über Afrika gefreut. Naja, er war eigentlich nicht anders als auf anderen Flügen. 😉

Die Sonne war dann allerdings erst zu sehen, als sie schon sehr hell und grell strahlte.

Völlig überraschend für mich war, dass Afrika unter einer dichten Wolkendecke liegt. Man sieht also nichts, gar nichts! Außer Wolken eben, wie bei jedem anderen Flug mit solch einem Wetter…

Je mehr wir jedoch Johannesburg näher kamen, umso mehr lichtete sich die Wolkendecke.

Unser Vögelchen landete dann mit 280 km/h! So eine große Maschine strahlt eine Erhabenheit und Ruhe auf dem Flug und auch auf der Piste aus, es ist ein Riesenunterschied zu den „kleinen“ Maschinen, mit denen ich in Deutschland gewöhnlich fliege.

In Johannesburg gabs dann wieder viel Bürokratie. Irgendwo in eine Cam schauen, man wird abgelichtet, Stempel in den Pass geben lassen und dann: Koffer holen! Trotzdem ich eigentlich bis Kapstadt durchgecheckt hatte, musste ich den Koffer erst mal abholen und dann zum Wiederabgeben gehen. Ein Vorteil hat das Durchchecken: Der Koffer bekommt beim Aufgeben einen Anhänger, dass er bereits geprüft ist. Davon habe ich allerdings nichts.

Auch der Johannesburger Flughafen ist trotz der Größe und vermeintlichen Verwirrtheit leicht zu erschließen. Auf meinem Ticket stand, wo ich hin muss, auf dem Boarding-Pass stand das Gate. Ausgeschildert ist alles. Dennoch gibt es eine Menge an (Trinkgeld-interessierten) Mitarbeitern, die mich an die (sogar falsche) Stelle geführt haben.

Mit meinem Englisch stoße ich noch an Grenzen. Wenn mein Gegenüber jedoch mitbekommen hat, dass ich nicht so gut verstehe, formulieren sie plötzlich einfache Sätze und ich kapier alles. Mal schauen, ob ich da in den nächsten zwei Wochen Fortschritte hinkriege.

False Bay bei Kapstadt

Auf jeden Fall hab ichs hingekriegt, den „Bordkartenausgeber“ so zu bezirzen, dass er mir einen wundervollen Fensterplatz hinter den Tragflächen auf der „Tafelbergseite“ gegeben hat. *freu*

Nachdem ich dann trotz des Exklusivplatzes fast das Essen verpennt hatte – die durchflogene Nacht steckt mir noch ganz schön in den Knochen – genoss ich beim Landesanflug den Blick über die False Bay auf den Tafelberg. Es ist ein erhebendes Gefühl, dieses Wahrzeichen zum ersten Mal live zu sehen.

 Blick in Richtung KApstadt und auch auf den Tafelberg

In Kapstadt gings dann ganz fix. Da die Einreiseformalitäten bereits in Johannesburg durch waren, wartete ich nur kurz auf den Koffer und wurde schon draußen von Cliff, meinem Taxifahrer erwartet. Er hatte neben mir auch noch die Brasilianerin Rose-Anne aus Sao Paulo eingesammelt.

Klar wollt ich natürlich gern vorn sitzen – und machte dem Fahrer ganz schnell mal den Platz streitig. Das ging wohl jedem hier so, der aus den rechtsfahrenden Ländern kommt. Zumindest sind das die üblichen Begrüßungsstories der Teilnehmer.

Rose Anne war fixer und wollte natürlich auf der richtigen Seite einsteigen. Ich also ab nach hinten!

Die ersten Sicherheitsregeln-Nachfragen klappten doch schon ganz gut – und ich verstand sogar, was Cliff da riet!

Die Fahrt zur Schule war schon eine erste ganz klitzekleine Stadtrundfahrt. Blick von Summerset West über die False Bay zum Tafelberg, am Hafen vorbei und am Fußballstadion der WM 2010. Das liegt der Schule quasi „zu Füßen“.

In der Romney Road angekommen, begrüßte mich Lomwaba. Er  schloss ganz sicherheitsbedacht jede Tür hinter mir und zeigte mir dann mein Zimmer. Ein nettes Zimmer mit eigenem Bad, Blick auf den Pool und sonnig. Da kann ichs jetzt zwei Wochen aushalten!

Danach erklärte er mir, wofür ich die ganzen Schlüssel an meinem Schlüsselbund brauche. Also außen ist eine Mauer um das kleine Grundstück mit einer zu verschließenden Tür, dann kommt unmittelbar vor der Haustür  ein schweres Gitter. Alle drei Türen/Gitter müssen einzeln verschlossen werden und immer gleich hinter dem Durchgehen. Ich war mal in einer neugebauten JVA, da wars ähnlich mit dem Schließsystem ;-)))

Aber solange es zu meiner Sicherheit gehört, halte ich mich natürlich komplett an die Regeln.

Ankunft in Cape Town

Oktober 16th, 2011

Ich bin in Cape Town. Ob ich wirklich „ankommen“ würde, das wird sich dann in den kommenden Tagen zeigen.

Erst einmal lerne ich meine Zimmernachbarin kennen. Anné aus Finnland. Wir gehen gleich auf die Pirsch, um uns für die nächsten zwei Tage mit Lebensmitteln einzudecken. Und gehen natürlich promt in einen Laden, in dem alles exorbitant teuer ist. Ok, eine 150-g-Packung Schinken für über 6 Euro, da zuckt man schon.

Glücklicherweise ist dies nicht die Üblichkeit hier. Im Allgemeinen sind diese Waren doch deutlich billiger, ähnlich wie in Deutschland.

Abends lernen wir noch die anderen Bewohner des Hauses kennen. Deutsche und Spanier. Wir sitzen in der Runde, sprechen aber alle englisch.

Halb 10 falle ich nach etwas Tagebuchschreiben todmüde um und schlafe 10 Stunden durch. Ich bin Sonntagmorgen endlich wieder Mensch 😉

Sunny Cape Town

Oktober 16th, 2011

Es soll heute einer der ersten äußerst beeindruckenden Tage in Cape Town werden.

Ich bin mit Anné unterwegs. Zuerst gehen wir zur Waterfront. Vorbei am Fußball-WM-Stadion, dann stürzen wir uns in das Getümmel einer der am meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Südafrikas. Wir sind auf der Suche nach Prepaidkarten. Ich fürs Internet, Anné fürs Telefon. Wir werden fündig, haben aber beide keinen Pass dabei. Ohne den geht jedoch gar nix. Also ziehen wir unverrichteter Dinge ab, aber die Waterfront hat bis abends 9.00 Uhr offen, auch am Sonntag. Um Zeit zu sparen, nehmen wir uns diesen Einkauf für die Abendstunden vor.

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Jetzt geht’s erst einmal auf Stadtrundfahrt. Hier in Kapstadt werden zwei Touren angeboten in verschiedener Länge. Wir haben uns für die Tour durch die Stadt, vorbei am Tafelberg und den Stränden entschieden. Und es war eine supergute Wahl.

Für umgerechnet 14 € können wir den ganzen Tag unterwegs sein, an 17 Stationen aus- und später wieder einsteigen, man sitzt im offenen Bus oben und kann viel sehen. Ich kenne dieses Prinzip bereits aus Malta. Außerdem gibt’s eine Reiseleitung in 16 Sprachen.

Wir genießen die Stadtrundfahrt und bewundern so manches. Dazu werde ich jedoch später mehr schreiben. Ich habe vor, auch einmal zu Fuß in die Stadt zu gehen und einiges dort zielgerichtet anzuschauen.

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Balkon des Rathauses, auf dem Nelson Mandela seine erste Rede nach seiner Freilassungan das Volk richtete

Auf der Fahrt hatte ich immer wieder herrliche Panoramablicke zum Tafelberg. Irgendwann ging es recht steil nach oben. Wir fuhren zur Cableway-Station  unterhalb des Tafelbergs – das war dann unser erster Ausstieg. Wir mussten an diesem Tag unbedingt das herrliche Wetter ausnutzen. Vor allem hatte der Tafelberg kein „Tafeltuch“. Er war also nicht von Wolken umhüllt, die sich wie ein Tuch auf den Berg legen.

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Das dachten sich aber auch sehr viele andere Touristen. Dennoch hielt sich die Wartezeit in Grenzen, vielleicht 20 Minuten. Dann für fast 20 Euro ein Return-Ticket – irgendwie hatten wir keine rechte Lust, den beschwerlichen Auf- oder Abstieg zu nehmen.

Die Touristenströme sind hier völlig durchorganisiert. In eine Gondel passen 65 Personen. Deren Eintrittskarten werden kontrolliert und sie warten auf die nächste Gondel. Nebenan das gleiche Areal für die zweite Gondel. Alles tatsächlich bestens organisiert.

Immerhin kann eine Gondel 800 Gäste in der Stunde befördern. Sie fährt maximal 10 m/s und überwindet 1200 m Länge in einem Ritt ohne Zwischenmasten. Wenn man in die Gondel hinein geht, braucht man übrigens nicht zu drängeln. Die innere Gondel rotiert um 360°  und man kommt so in den Genuss, auf der Fahrt rundherum alles zu sehen, und das ca. drei Mal.

Interessant ist auch, dass zum Beruhigen der Gondel vor dem Wind Wassertanks unter der Gondel sind und somit jedes Mal 4.000 Liter Wasser nach oben transportiert werden. Dieses Wasser wird dann oben für die Frischwasserversorgung verwendet, wenn kein Wind ist.

Mit herrlichen Aussichten aus der Gondel sind wir schneller oben, als wir dachten. Und oben erwartet uns Faszination pur!

Der Berg ist wirklich so platt wie ein Tisch. Über 1.000 m Höhe über N.N. und oben alles eben – bis auf die Felsbrocken natürlich. Es ist einfach herrlich hier.

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Wir gehen auch ins Restaurant, da wir so langsam Hunger haben. Und so genehmigen wir uns ein Stück  Pizza und ein Glas Rotwein. Ehrlich gesagt, bei gerade mal so um die 3 Euro pro Glas Wein und Pizzastück ist das wirklich erschwinglich.

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Wir bleiben fast 2 Stunden dort oben und genießen die Ausblicke von allen möglichen Ecken. Es ist kaum zu beschreiben, auch nicht wirklich in Bildern einzufangen. Das muss man einfach gesehen haben!

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Gegen 17.00 Uhr geht’s dann wieder abwärts. Wir wollten ja den letzte –Bus noch kriegen,

Mit dem geht’s dann weiter an den 12 Aposteln vorbei, die eigentlich 17 sind.

Das ist das Bergmassiv auf der Rückseite des Tagelbergs und die „Apostel“ sind Felsvorsprünge.

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Vorbei am Nobelstrand von Kapstadt Camps Bay – dort soll auch abends immer der Bär steppen, fahren wir zurück und gönnen uns noch einen Spaziergang auf der Strandpromenade, die nicht weit von unserem Studentenwohnheim entfern ist. Die Sonne glitzerte dabei herrlich übers Meer.

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Abends dann noch mal Waterfront zum Einkaufen. Kurz bevor wir übrigens losgingen, erhielt ich von einer spanischen Mitbewohnerin die Info, wie man am besten ins Internet kommt. Ist zwar ein schlechter Empfang und nur im Aufenthaltsraum, aber es reicht.

Es war ein wundervoller Trag. Gleich am ersten Tag in Cape Town das Highlight – damit habe ich nie gerechnet.

Abends schaffte ich mich noch am Grammatik-Test für den Schulanfang. Das musste eben auch sein…

 

Cape Studies

Oktober 18th, 2011

Nun gehts los mit dem Englisch-Untericht.

So schlimm war das „Aufnahmegespräch“ dann doch nicht. Mein Test war mäßig und ich würde in meine Klasse eingewiesen. Diese Woche werde ich nun mit den Brasilianern Max aus Rio und Herve aus Sao Paulo, Maria aus Kolumbien und Jacqueline und Edmund aus Deutschland jeden Vormittag vier Stunden Grammatik pauken.

Unsere erste Lehrerin Kagoo ist ziemlich chaotisch, springt von Thema zu Thema und manchmal frag ich mich, ob man als Englisch-Lehrerin nicht doch etwas sicherer sein sollte, was man da so lehrt. In einigen Fällen hab ich das Gefühl, dass wir ihr immer mal sagen müssen, wie es in Englisch richtig heißt. Ok, auch das schult. 😉 Etienne im zweiten Teil und auch am Nachmittag ist deutlich strukturierter. Es macht Spaß bei ihm.

Nachmittags ist viel Sprechen angesagt. Wir diskutieren über verschiedene Themen. Dabei ist es auch interessant, wie es in anderen Kulturen zugeht. Also nicht nur Englisch-Unterricht, sondern auch Völkerverständigung und Einblick in Normen und Traditionen anderer Länder.

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Am Nachmittag genieße ich die Sonne am Pool meiner Villa, mach meine Hausaufgaben und schreibe den weblog weiter.

Gegen Abend gehen wir noch mal einkaufen. Irgendwie sind wir noch nicht im Rhythmus und immerzu fehlt uns noch was. Glücklicherweise haben wie mittlerweile günstige Läden gefunden, es ist alles doch um einiges preiswerter als in Deutschland.

Abends sitzen wir in gemütlicher Runde zusammen. Spanier, meine finnische Nachbarin, ein Saudi-Arabier, ein Brasilianer und zwei Deutsche. Es wurde ein „funny evening“. Wir haben viel gelacht und alles verstanden, obwohl alles ausschließlich in Englisch ging.

Mama Africa

Oktober 20th, 2011

Am Dienstag war das erste Mal von „Mama Africa“ die Rede. Etwas ahnungslos kam ich nicht mal zum Nachfragen. Als wir jedoch am Mittwoch so einige Vokabeln rund ums Essen im Unterricht hatten, da klärte sich alles auf: Ein afrikanisches Restaurant – DIE Adresse in Kapstadt für Afrika-Gourmets. Und schon gabs die ersten Verabredungen. Mama Africa für heute Abend, wir bestellen  vorsichtshalber einen Tisch für uns vier – Manuela, Markus, Edmund und ich aus unserem Nachmittagskurs.

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Ein schöner Spaziergang durch die City von Kapstadt von fast einer Stunde, mitten durch die frühere Fanmeile der Fußball-WM bis zur Longstreet. Dort ist das Kapstädter Abendleben schlechthin angesagt und das „Mama Africa“ mittendrin.  Unsere Kellnerin Linda klärte uns auf, was die Speisekarte zu bieten hat. Für uns war klar, wir wollen den Mixed Grill Teller. Wenn Afrika, dann richtig Afrika.

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Was uns dann erwartete, war sehr begeisternd und wohlschmeckend!

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Was gabs? Erst einmal einen Krokodil-Spieß (rechts). Krokodil schmeckt ähnlich wie Hühnchen-Fleisch. Dazu gabs eine Erdnuss-Masse. Daneben lag Springbock – sehr lecker! Ich war sehr begeistert vom Straußenfleisch – der Spieß in der Mitte. Dann gabs noch Kudu – oberlecker! – und zuletzt ein Würstchen aus Kudu und Strauß – wir waren begeistert! Eigentlich konnte keiner von uns eine richtige Reihenfolge seiner Favoriten festlegen, alles war überaus wohlschmeckend. Außerdem gabs dazu ein Bohnen-Erbsengemisch und Maismehl mit einer sehr würzigen Soße.

Und obwohl wir eigentlich von diesem Gericht richtig satt waren, konnten wir uns nicht den Nachtisch verkneifen.  Die Männer aßen Flambierte Banane – sehr empfehlenswert! – und wir beiden Frauen Mama´s sweet, eine Auswahl an verschiedenen Süßspeisen mit Eis. Es war ein Stück leckerer als das andere.

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Die Atmosphäre in diesem Restaurant ist großartig. Afrikanische Live-Musik, dazu eine sehr angenehme Bedienung und ein schönes Ambiente. Ein Besuch ist äußerst lohnenswert.

Es war jedenfalls ein weiterer wundervoller Abend in Kapstadt. Die Rückfahrt mit dem Taxi war dann doch etwas schneller als unser Spaziergang hin – und vielleicht auch etwas sicherer.

Die Bayern in Cape Town

Oktober 21st, 2011

Die erste Woche in Cape Studies ist nun um. In meinem Test heute – fast alles Grammatik – hatte ich 93 Punkte von 100. Ich bin zufrieden damit, zumal ich einiges doch ziemlich aus „dem Bauch“ heraus gemacht hatte. Irgendwie scheine ich doch einst eine nicht ganz so schlechte Ausbildung gehabt zu haben 😉 Es fehlen eben die Vokabeln. Zumindest für den aktiven Gebrauch, Verstehen geht ganz gut.

Das Wochenende hat nun schon begonnen und ich habe einiges geplant. Heute war ich erst einmal mit einigen Kommilitonen zum „Oktoberfest“ in Cape Town. War schon ziemlich witzig, wenn eine Band hier so fern von der Heimat in den Krachledernen auftritt und die größten Gassenhauer jeder Mitgrölparty schmettert. Wir haben es zumindest so richtig krachen lassen und haben, trotzdem wir lange auf unser erstes Oktoberfestbier warten mussten, mitgemacht. Von Heidi über den Anton aus Tirol bis zum Flieger war alles an Bord. Wir waren ausgelassen und tanzten und ich denke, dass ich morgen eine tüchtig raue Stimme haben werde 😉

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Auch Walzer wurde gespielt. Edmund aus meinem Seminar, der profimäßige Hobbytänzer – oder doch eher hobbymäßige Profitänzer? – war ein super Tanzpartner beim Walzer. Hat Spaß gemacht, danke Edmund! 😉

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Leider müssen die meisten der Teilnehmer morgen früh schon um 3 Uhr raus, da sie sich zum „Diving with the White Shark“ angemeldet haben. Dadurch mussten wir bereits relativ zeitig nach Hause fahren. Ich halte mich auch an die Sicherheitsregeln und wollte dann später nicht allein im Taxi fahren, damit war auch für mich der Abend in Festzelt an der Waterfront zu Ende. Das Tauchen mit dem weißen Hai interessiert mich übrigens auch, aber für Sonntag wurde die Tour wegen der Erwartung von schlechten Wellenverhältnissen abgesagt. Vielleicht klappts nächste Woche.

Ansonsten ist das Wochenende gut geplant. Morgen früh gehts los mit Manuela und Marko zum Kap der guten Hoffnung. Wir haben uns ein Auto gemietet. Das kostet hier übrigens grad mal 28 Euro am Tag.

Und dann kommt am Abend noch ein besonderes Highlight – ich gehe in die Oper von Cape Town. Es wird La Traviata von Verdi gespielt. Und ich habe heute Vormittag noch die allerletzte Karte geordert bekommen. Beim Abholen habe ich allerdings noch eine weitere Karte ergattert, Janina aus meiner Romney-Residence wollte auch gern mit.

Sonntag wird dann wohl Robben Islands dran sein. Mal schauen… Morgen werde ich mich erst einmal auf eine der sicher schönsten Touren in Südafrika oder gar der Welt machen.

Gute Hoffnung am Kap

Oktober 22nd, 2011

Heute stand nun die Cape-Tour auf dem Programm. Es wurde jedoch ein Beginn mit Hindernissen.

Manuela, Marco und ich haben ein Auto bestellt und wollten es halb 10 abholen. Wir beiden Frauen hatten Marco als Fahrer auserkoren, da er eine Woche später sowieso ein Mietauto für den weiteren Urlaub hatte und damit ja schon ein bissel trainieren konnte. Und nun hatte er zwar seinen Führerschein und die Kreditkarte dabei, aber dachte, der normale Ausweis würde ausreichen. Nein, er brauchte den Reisepass, den er aber eben nicht dabei hatte. OK, ich hatte ja Reisepass und internationalen Führerschein dabei. Aber ich brauchte die Kreditkarte, die ich natürlich am Abend vorher vor dem Oktoberfest vorsorglich ausgepackt hatte. Das Auto gab es aber nur gegen alle drei Dokumente von einer Person – ohne Kompromiss!

Und da sag mir noch einer, Deutschland hätte die größte Bürokratie!

50 Minuten Laufen dorthin waren nun also umsonst. Letztendlich nahmen wir uns ein Taxi und holten den Pass. Damit hatten wir wenigstens nur etwa 15 Minuten Zeitverlust, also verschmerzlich.

Halb 11 hatten wir dann endlich unser Auto. Es war dann schon witzig, an was man alles denken muss, wenn man „verkehrt“ fährt – und wir beiden Frauen haben unsere Zuschauerrolle sicher auch an mancher Stelle ein bissel ausgenutzt und zum Spaß für alle drei etwas rumgelästert. 😉

Was aber eben so zu beachten ist: Marco wollte die Spur wechseln und blinken – plötzlich gingen die Scheibenwischer an, der Blinker natürlich nicht. Er suchte anfangs auch immer die Schaltung auf der rechten Seite und für einen kurzen Stopp an der Waterfront wär er beinahe auch rechts ran gefahren statt links. Aber diese kleinen Irritationen gaben sich schnell. Schon nach wenigen Kilometern fuhr er wie ein Profi durch Südafrika – und wir fühlten uns jederzeit sehr wohl und sicher mit unserem Fahrer. Übrigens habe auch ich mich erst einmal dran gewöhnen müssen, auf der „falschen“ Seite einsteigen zu müssen.

Was wir dann auf unserer Tour erlebt haben, war schon ein wundervolles Erlebnis. Diese Landschaft am Kap ist einfach großartig und faszinierend.

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Immer wieder wurden wir auf Schildern vor Affen gewarnt. Und wir haben die Konsequenzen noch nicht richtig zu Ende gedacht, trottelte eine ganze Herde Affen am Straßenrand und über die Straße. Wir wollten gleich rausspringen und fotografieren, ohne nachzudenken, dass ja davor gewarnt wurde. Eine Tierschützerin hat uns sogleich wieder ins Auto gescheucht.

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Kurz vor dem Kap haben wir dann noch Strauße in der Wildnis gesehen. Drei dieser Riesenvögel fraßen ganz gemütlich am Felshang und wir konnten sie recht gut beobachten.

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Am Kap wurde das Wetter dann auch ziemlich ungemütlich. Eigentlich wollten wir den Weg bis zum Leuchtturm hochlaufen, aber bei den ersten Schritten aufwärts fing es fürchterlich zu regnen an. Wir haben es dann doch lieber gelassen und fuhren gleich zum Cape of good Hope, dem Kap der guten Hoffnung. Der südwestlichste Punkt von Südafrika. Es war einfach beeindruckend, an solch einem besonderen Punkt der Erde zu stehen. Aber auch dort war es außerordentlich stürmisch. Auf den letzten Felsen vor dem Wasser zog es so heftig, dass ich mich richtig dagegen stemmen musste, um nicht umgestoßen zu werden. An diesen Stellen rund ums Kap gab es Fotomotive, die man oft mit großen Stauneaugen als Kalendermotive bewundert. Ich habe versucht, so viel wie möglich mit der Kamera einzufangen.

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auf der Fahrt zum Kap

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Einfahrt in den Nationalpark am Kap


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Das Kap der guten Hoffnung, der südwestlichste Zipfel Afrikas


Beeindruckt haben mich auch die wundervollen großen und langen Sandstrände, an denen es den feinsten Sand gab. Allerdings ist an den Stränden des Atlantiks das Wasser so kalt, dass man kaum baden kann. Das liegt an der antarktischen Strömung, die dort vorbeizieht. Allerdings glaube ich, dass ansonsten dort bereits Massen an Bettenburgen stehen würden und die wundervolle fast unberührte Natur nicht mehr so existieren würde.

Am Nachmittag gab es dann noch einen besonderen Höhepunkt, den Chapmens Peak Drive. Wer den Gardasee kennt und die Gardesana, der kann sich in etwa vorstellen, wie es auf dem Chapmans Peak aussieht. Das Ganze eben nur ein paar allerhand viele Meter höher im Felsen. Es war einfach beeindruckend. Schade nur, dass sich am Nachmittag dann auch dort Regenwolken gebildet hatten und es sowohl regnete als auch viele Bergmassive wolkenverhangen waren.

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Ich freu mich riesig, diese Strecke noch einmal auf der sich anschließenden Reise erleben zu dürfen. Es war einfach faszinierend!

Nach einem Kaffeestopp waren wir gegen 18.00 Uhr wieder zurück. Es war noch genügend Zeit, um noch kurz inne zu halten und mich auf die Oper am Abend vorzubereiten.

La Traviata

Oktober 22nd, 2011

Durch einen guten Tipp von meinem zukünftigen Reiseleiter der sich anschließenden Tour wurde ich aufmerksam auf die Opernaufführung La Traviata in der Artscape Opera Cape Town.

Im Internet war alles ausverkauft, aber am Freitagvormittag konnte ich noch die letzte verfügbare Karte am Telefon ordern. Beim Abholen der Karte am Nachmittag war sogar noch eine weitere Karte zurückgegeben worden, Janina, meine Mitbewohnerin in der Residence konnte dadurch noch mitkommen.

Das Opernhaus ist ein modernes und beeindruckendes Gebäude. Innen ebenfalls modern, aber dennoch mit Riesenlüstern im Foyer. In dieses Theater gehen sicher so an die 2000 Besucher rein und die Veranstaltung war wirklich bis auf den allerletzten Platz ausverkauft.

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Was uns dort erwartete war allerhöchster Kulturgenuss!

Die drei Hauptrollen Violetta, Alfredo und dessen Vater waren exzellent besetzt und es gab oft Bravorufe. Alle drei, Bronwen Forbay (Violetta), Colin Lee (Alfredo) und George Stevens (Vater), haben schon in vielen erstklassigen Häusern in aller Welt gastiert. Aber auch die anderen Rollen waren hervorragend besetzt und ebenso der Chor war ein Hörgenuss.

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Die Oper wurde in Italienisch gesungen, die englische Übersetzung wurde als „Untertitel“ oben eingeblendet. Ich hab sehr viel davon verstanden, aber ich kannte natürlich auch die Handlung. Wir hatten uns vorher die Kurzbeschreibung gemeinsam erschlossen. Wir waren jedenfalls sehr begeistert von der Aufführung.

Außerdem hatte ich den Vorteil, die beiden Reiseorganisatoren kennenzulernen. Wir treffen uns dann nächste Woche auf dem Flughafen wieder, um die Reisegruppe abzuholen.

 

Die Rücktour von der Oper war dann wieder etwas abenteuerlich. Wir waren wirklich die allerletzten, die die Oper verlassen haben, da wir noch ein Glas Wein auf den schönen Abend getrunken haben.

Mit dem gerade ankommenden Taxifahrer hatten wir ein etwas komisches Gefühl. Als wir bereits in das Taxi eingestiegen waren und die Uhr lief, fragte er uns, ob wir ihn bestellt hätten. Nein, hatten wir natürlich nicht! Er führ dann erst noch mal rund um die Oper und am Personaleingang wartete noch eine Familie. Es gab einige Diskussionen zwischen der Familie und dem Taxifahrer – unsere Uhr lief natürlich immer weiter… –  uns war das dann doch etwas komisch. Bevor wir dann noch in irgendwelche Zwistigkeiten kommen, stiegen wir einfach aus, überließen das Taxi den anderen und liefen los durch die laue Sommernacht. Einige Straßen weiter bekamen wir dann noch ein weiteres Taxi.

Taxi, Minibus – oder doch eher laufen?

Oktober 23rd, 2011

Obwohl wir wirklich in einem Bereich wohnen, der äußerst zentral in Kapstadt liegt und sowohl zum Strand als auch zur Waterfront, oder in die Stadt und anderen Sehenswürdigkeiten es nicht wirklich soooo weit ist, kommen mal schnell einige Kilometer am Tag zusammen, die man so durch die Gegend läuft. Insofern ist manchmal so ein Hilfsmittel in der Fortbewegung ziemlich sinnvoll.

Meist nehmen wir ein Taxi für die verschiedensten Fahrten. Zwei bis fünf Rand Grundgebühr – das sind 20 bis 50 Cent! – und dann die entsprechenden Kilometer, es ist insgesamt recht billig.

Wir haben dann in der letzten Woche eine Menge sehr angenehme und nette Taxifahrer erlebt. Es gab allerdings auch ein paar sehr dubiose Typen. Mit der Zeit bekommt man das mit, welches Taxi man gut nutzen kann.

 

Eine weitere gute Fortbewegung ist der Minibus. Diese Art von „Taxi“ ist recht amüsant.

Unsere Longstreet, die ihren Namen zu Recht trägt – sie ist viele Kilometer lang – wird von einer Reihe von Kleinbussen befahren, die weder einen Fahrplan haben noch konkrete Haltestellen. Es gibt einen Beginn – weit draußen am Strand von  Camps Bay und ein Ende mitten in der Stadt. Auf dieser Strecke fahren diese Kleinbusse ständig hin und her und jeder, der mitmöchte steht einfach am Straßenrand und hebt die Hand. Die Fahrer sind da sehr drauf geschult und sehen auch jeden, oftmals hupen diese Busse auch, wenn Leute an der Straße entlanglaufen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Man steigt dort ein, die meisten wissen, wie viel man bezahlen muss und man gibt dann das Geld einfach durch zum Fahrer bzw. oftmals einem zweiten Mitfahrer, der für die Kasse verantwortlich ist.

Die Fahrt kostet 5 bis 7 Rand pro Person, je nach Länge. Wenn man dann im Bus sitzt, wird immer von hinten nach vorn das Geld durchgereicht, das Wechselgeld dann eben wieder zurück. Es war schon witzig bei meiner ersten Fahrt. Wir fuhren von Camps Bay los, entrichteten unsere 6 Rand und kurze Zeit später, als andere zugestiegen sind, stubste mich plötzlich ein Fahrgast von hinten an und drückte mir einen 50-Rand-Schein in die Hand: „For you!“ – Ich zurück: „For me? Why?“ Er griente und wiederholte: „For Two!“ Oh je, ich wieder! Klar, er zahlte für zwei Fahrgäste! 50 Rand durch die Reihen vor, jeder wiederholte „For two!“ – die kennen das dort natürlich – 38 Rand zurück…

Plötzlich rief der erste Aussteiger „Stop!“ und der Fahrer hielt sofort an, Fahrgast raus, weiter gings. Wir wurden somit direkt bis zu unserer Straße gefahren und stiegen an unserem Wunsch-Haltepunkt aus.

 

Ansonsten laufen wir viel, es sind sicher einige Kilometer am Tag. Das tut uns aber auch gut, da wir ja doch recht viel im Unterricht sitzen.

Tafelberg, Beach und Riesenwellen

Oktober 23rd, 2011

Was tun am Sonntag?

Nachdem ich Samstagnacht noch lange am blog geschrieben hatte, war ich am Sonntag früher munter als gedacht. Damit nutzte ich die Chance, mit Janina zur Waterfront zu gehen, um eine einstündige Schiffstour entlang der Küste von Cape Town zu machen. Es waren herrliche Blicke auf die Stadt, aber bereits nach reichlich 20 Minuten waren wir so weit draußen, dass wir durch das sehr bewegte Meer tüchtig Probleme mit unserem Magen bekamen. Gut, ich habe dann einfach die Sonne auf dem Oberdeck genossen und nur hin und wieder ein Foto von der Küste geschossen.

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Blick auf Kapstadt mit dem wolkenverhüllten Tafelberg im Hintergrund

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Das WM-Stadion von Kapstadt vor dem Signal Hill

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Kapstadt mit dem Tafelberg

Damit fiel aber für mich erst einmal mein Vorhaben, nach Robben Islands zu fahren, buchstäblich ins Wasser. Bei dem Wind musste ich mir das nicht antun, vielleicht noch größere Probleme zu bekommen.

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Kapstadts „Big Ben“ an der Waterfront

Wir trafen uns dann bei Giovannis, dem angesagten Treff gleich neben unserer Schule, ich genoss einen frisch gepressten Granatapfelsaft und wir beratschlagten was wir tun könnten.

Da einige kurz vor der Abreise standen, wollten sie unbedingt noch auf den Table Mountain. So einen tollen Ausflug wie in der vergangenen Woche am Sonntag konnte ich mir ruhig auch ein zweites Mal gönnen und wir hofften, dass die letzten Wolken sich mittlerweile auch noch verzogen hätten.

Wir also zu fünft in ein Taxi rein – zu fünft in ein normales Auto! Wir saßen hinten zu viert, in Südafrika offensichtlich kein Problem 😉

Fast eine halbe Stunde Fahrt für gerade mal 130 Rand (13 Euro) einschließlich eines recht reichlichen Trinkgelds für einen sehr angenehmen Fahrer.

Der Tafelberg hatte durchaus noch ein Tuch, aber es gab auch einige freie Ecken, wo man hätte gut sehen können. Aber: Es war sehr stürmisch und dadurch hatten die Gondeln wegen zu hoher Pendelgefahr geschlossen. Tafelberg also Fehlanzeige!

Und gerade war unser Taxifahrer wieder losgefahren…

Er war einer von der netten Sorte und war gleich auch noch Fremdenführer. Die Kapstädter sind im Allgemeinen sehr stolz auf ihre Stadt und angetan, wenn man als Touri von der Stadt ebenfalls begeistert ist.

Wir hatten seine Telefonnummer und er kam umgehend zurück.

Jetzt fuhren wir jedoch nur bis Camps Bay zurück, das war Plan B. Wir wollten einen schönen Nachmittag bei herrlichem Hochsommerwetter am Nobelstrand von Kapstadt verbringen.

Was für Wellen gab es heute? Sie waren einfach gigantisch! Aber nicht nur deshalb badete hier keiner. Das Wasser ist durch diese antarktische Strömung eben auch sehr kalt.

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Wir machten erst noch ein Fotoshooting – Christina vor, in und mittendrin in den Wellen. Eine Welle war jedoch so stark, dass sie Christina komplett von den Beinen riss. Sie schaffte es gerade noch, ihre Kamera weit hoch zu halten, sie selbst fiel jedoch komplett in so eine große Welle hinein und war natürlich pitschnass. So konnten wir auf keinen Fall in irgendeine Gaststätte gehen. Aber damit war auf jeden Fall mindestens zwei Stunden Strand gebongt. Und das bei herrlichstem Sonnenschein, mit feinstem weißen Sand und wundervoll großen Wellen. Traumhaft!

Später genossen wir den weiteren Nachmittag in einem Restaurant beim Cappuccino, Mojito und Caipi und aßen noch eine Kleinigkeit. Ich versuchte eine Muschelsuppe – sie war köstlich!

Zurück gings dann mit dem Minibus – aber das war ja schon die vorhergehende Geschichte.

The next week

Oktober 24th, 2011

Today began my second week at the school. We welcomed all after the weekend and talked about our experiences. Max from Brasilia embraced and kissed everybody, above all the girls. He is a sympathetic young man, our “charming boy” in the school. He is in my classroom and we have all our lessons together. With an innocent eyelashes surcharge he apologized for friday, he was sick. We teased him, he was sick and on the beach? 😉

Today was also a very sunny day in Cape Town. After the lessons we are all went on the beach. It was a nice day.

Steiler Löwenkopf

Oktober 28th, 2011

Endlich war es nun in dieser Woche soweit! Die Verabredung für ein besonderes Erlebnis klappte nach drei Anläufen endlich und wir wollten heute auf den Lions Head. Dieser Berg, der dem Tafelberg vorgelagert ist, hat eine Spitze, die wie ein Löwenkopf aussieht, deshalb eben auch Lions Head heißt.

Er ragt 669 m über der Stadt auf und wir wollten dort richtig bis hoch auf die Spitze. Ein bissel Bammel hatt ich ja, die Geschichten der anderen hörten sich nicht ganz ungefährlich an.

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Aber der Reihe nach. Erst einmal mussten wir ja zu einer Ausgangsbasis kommen, um überhaupt den Aufstieg zu machen. Dazu wollten wir uns eigentlich ein Taxi nehmen. Wie eben normal kam aber ein Minibus vorbei und hoffte auf uns sechs Mitfahrer. Wir wollten aber zum Lions Head. „Yes, ist ok, 20 Rand pro Person“ – und schon saßen wir drin im Minibus. Die anderen Mitfahrer stiegen dann so nach und nach aus  und weiter gings zum Löwenkopf. So kamen wir für 2 Euro pro Person zu einer schönen Strand-Rundfahrt mit kompetenter Reiseleitung.

Was uns in den nächsten Stunden erwartete, kann man kaum in Worte fassen. Es war ein steiler Aufstieg, bei dem wir zum Teil tüchtige Felsen erklettern mussten, nur schmale Stege hatten und immer mal eine Verschnaufpause brauchten. Aber was für Ausblicke konnten wir erleben! Dieser Ort auf dieser Welt ist so faszinierend, es ist ein Traum! „Nebenbei“ gab es noch ein paar sehr nette Schnappschüsse unserer Gruppe. Die Motive sind wirklich schön.

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Wir ganz oben!

im Hintergrund der Tafelberg

Hier einige Impressionen vom Auf- bzw. Abstieg 

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Blick vom Lions Head auf Cape Town

Oben angekommen, stießen wir bei herrlichstem Sonnenschein auf unsere Gipfelbesteigung erst einmal an. Wir schossen Unmengen von Fotos, „spielten“ dabei mit der Höhe, den Felsen und den Aussichten. Wie sagt unser Lehrer Ettienne so oft? „Ist so romantic“ – Ja, romantisch, faszinierend, unbeschreiblich und aufregend.

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 Blick auf den Tafelberg und auf Camps Bay mit den 12 Aposteln

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oben auf dem Gipfel des Lions Head

Eigentlich wollten wir ja den Sonnenuntergang auf dem Lions Head erleben. Allerdings sahen wir dann plötzlich eine riesige Regenwolke über dem Meer, die recht schnell nahe kam. Da das obere Stück doch nicht so ganz einfach zu bewältigen ist, hatten wir doch etwas Bedenken, bei eventuellem Regen absteigen zu müssen. Also packten wir unsere Siebensachen und stiegen ab. Schade um den Sonnenuntergang – und meine extra gekauften Taschenlampen! – aber wer weiß, ob wir den Sonnenuntergang überhaupt hätten sehen können! Auf jeden Fall schafften wir es bis zu den ersten Regentropfen, den schwierigsten Teil des Abstiegs hinter uns zu bringen und nun sollte uns auch nicht mehr viel passieren können. Wir wurden ein bissel nass, hatten aber alle vorsorglich beste Kleidung dabei.

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Unten an der „Basisstation“ leerten wir beim Warten auf das Taxi unseren letzten Wein – nach solch einer Anstrengung und Tour war das ja wohl auch mehr als verdient!

Auf der Rückfahrt mit unserem sehr liebenswerten jungen Taxifahrer gabs dann noch eine English-Lektion. Wir schwatzten und ich wieder mit meinem immer mal falschen Englisch erzählte, dass wir am Vortag mit „4 Persons“ beim Shark-Diving waren. Er als aufmerksamer Taxifahrer korrigierte mich sofort: Mehr als eine Person sind keine „persons“ sondern immer!!!! „people“!

Nachdem ichs drei Sätze später nochmal falsch gesagt habe und die nächste Korrektur bekam – hab ichs glaub ich „gefressen“. Ok, mehr als einer: people!

Feuerwerk im Fußballstadion

Oktober 28th, 2011

Nach einigen Erledigungen wie Einkaufen und Wäsche aus der Wäscherei holen, saßen wir noch einige Zeit in der Sonne am Pool, auch nahm ich mir noch ein paar Minütchen für einen Kurzschlaf. Abends stand noch ein weiteres tolles Erlebnis auf dem Programm. Im Fußball-WM-Stadion war heute Konzert angesagt. Bereits seit Tagen war Soundcheck und wir hörten das alles in der Schule. Immerhin ist das Stadion maximal 400 m von der Schule entfernt.

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„Kings of Leon“ lockte Zehntausende vor allem junger Leute an, schließlich gehen 68.000 Besucher dort rein. Die Ränge waren zwar nicht ganz voll, aber dafür die Mitte, der Rasenplatz sozusagen.

Es war eine tolle Stimmung dort drin, alles tanzte, viele schmetterten die Songs lautstark mit. Und das alles in diesem Riesenstadion. Es war einfach beeindruckend! Am Ende dann noch ein Feuerwerk vom Dach des Stadions – die Zuschauerränge sind überdacht, aber die Mitte ist offen.

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Mein letztes Rockkonzert ist schon einige Zeit her, aber so etwas ist nach wie vor ein Erlebnis!

Schon allein der Einlass war für mich sicherheitstechnisch imponierend. Taschen- und Körperkontrolle, Eintrittskarte abstempeln, Bändchen, nochmaliger Check der Karte mit dem Barcode unmittelbar vor der Halle an Drehkreuzen – da kann man sich dann doch schon ein Stück sicher fühlen.

Für mich war dieses Stadion sehr außergewöhnlich. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie da überhaupt so viele Menschen hinein passen. Die Ränge haben nicht allzu viele Plätze, vieles ist auf schickes Aussehen gerichtet.

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Ansonsten habe ich den Altersdurchschnitt dort mit wenigen ähnlich-altrigen tüchtig nach oben gepusht. Beim Stehen in der Getränke-Schlange fragte mich eine Frau aus der genannten Altersgruppe recht ungläubig, warum ich hier bin. „You enjoy the Music or the Stadium?“ Ich antwortete ihr doch eher in der umgekehrten Reihenfolge, dass ich vor allem wegen des Stadions gekommen bin und erst als zweites die Musik genießen wollte 😉 Sie war wieder eine von der Sorte Mensch hier in Südafrika, die sehr viel Herzlichkeit zeigen, wenn es um ihre Stadt geht, um die begeisterten Touristen und Sympathie. Als sie mitbekam, dass ich zum ersten Mal in Cape Town bin und dann gleich so etwas erleben wollte, umarmte sie mich spontan.

Solch eine Herzlichkeit haben wir mittlerweile öfter erlebt. Beim Einkaufen am Strand von Camps Bay am Dienstagabend ließ uns eine Frau mit einem riesig vollen Einkaufswagen an der Kasse vor, mit der wir dann ins Gespräch kamen. Ihr Mann ist Deutscher und sie war total angetan von unserer Begeisterung für Cape Town. Sie hatte uns dann sogar zu einem Essen in der nächsten Woche eingeladen. Wir mussten ihr absagen, Janina reist bereits zwei Tage später ab und für mich beginnt am Sonntag die Reise in der Gruppe. Es war eine sehr liebenswerte Begegnung.

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Wildes Tauchen im Indischen Ozean

Oktober 28th, 2011

Nachdem ich den Dienstagnachmittag in Camps Bay am Strand lag, die Sonne genossen habe, zwei Mal in den herrlichen Wellen baden war – die übrigens deutlich kleiner als am Sonntag waren, gings am Mittwoch auf große Abenteuertour.

Ich hab es getan, ich hab es wirklich getan! Ich hab mich aus einer Laune heraus, etwas überrumpelt von einer Anfrage, ob ich mitkommen wolle, angemeldet und war tatsächlich mit dem weißen Hai tauchen!

Morgens um 4 wurden wir abgeholt und es ging nach Camsbaai. Fast drei Stunden Autofahrt einschließlich dem Einsammeln weiterer Leute, dann gings los.

Wir waren zu viert, Anné, meine finnische Nachbarin, sowie Jacqueline und Patrick. Unser Guide begann mit einer Einweisung, es gab ein kleines Frühstück und wir hatten bereits im Bus vorsorglich Reisetabletten geschluckt – die Erfahrungen anderer wollten wir nicht unbedingt machen…

Wir kletterten auf unser Boot, dann wurde es samt aller 20 Gäste und Besatzung zu Wasser gelassen. 15 Minuten Fahrt und wir waren im Hai-Revier angekommen. Es war erstaunlich nah an der Küste – dazu war dort ein sehr schöner Strand.

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Anker werfen, Käfig vorbereiten, Neoprens aussuchen und anziehen, es gab viel zu tun. Und schon gings los. Zuerst wurden die Haie mit Blut angelockt, was ins Wasser geschüttet wurde, dann noch Fische als Köder ausgeworfen.

Wir waren die zweite Gruppe, jede Gruppe war so ca. 15-20 Minuten im Wasser.

Meine größte Angst war eigentlich, wie schwer es ist, sicher in den Käfig hinein- und wieder rauszukommen. Das stellte sich aber als gar kein so großes Problem dar und ging total einfach. War auch nicht gefährlich. Wir hingen dann im Käfig und warteten auf den Auftritt des Hais. Zwischendurch bewunderte ich die Unterwasserwelt. Es waren Unmassen von Fischen um uns herum, es war herrlich anzuschauen!

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Plötzlich der Ruf unseres Tourguides: Shark left! Wir tauchten unter und schauten alle nach links und schon schwamm ein riesiges Prachtexemplar an uns vorbei. Das wiederholte sich vielfach, ich denke auch, dass es mehrere Haie waren, so ganz gleich sahen sie ja doch nicht aus.

Es war faszinierend, so ein wildes und gefährliches Tier so nah zu sehen. Wir haben geschätzt, dass diese Exemplare so drei bis vier Meter lang waren.

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Angst hatte ich zu keiner Zeit. Zum einen waren wir im Käfig und den hätte selbst das am weitesten aufgerissene Maul eines Hais nicht rein bekommen. Zum anderen waren die Tierchen schon ganz schön „artig“. Sie schwammen immer ganz brav um unser Boot herum und zeigten sich uns von ihrer liebenswürdigsten Seite. Gewohnheit vielleicht? Na auf jeden Fall sprang dann doch so ein Exemplar gegen Ende der Tour noch mal etwas weiter aus dem Wasser und zeigte somit, dass nicht nur alles Spaß ist.

Die doch recht bewegte See machte uns dann irgendwann auch noch tüchtig zu schaffen. Das sehr salzige Wasser im Magen tat sein Übriges. Jedenfalls waren wir alle vier – und übrigens auch alle anderen – irgendwann doch recht blass, auch übten wir das Fischefüttern etwas. Irgendwie scheinen diese Reisetabletten doch nicht das zu sein, was sie so versprechen…

Unser Erlebnis dort vor der Küste von Cansbaai verarbeite ich erst so ganz langsam. Immer mehr wird mir bewusst, was ich da eigentlich erlebt habe. Es war etwas Großartiges, was man sicher nicht oft in dieser Form erlebt.

Ich bin sehr froh, dass ich aus einer Laune heraus diese Tour mitgemacht habe.